Employer of Choice – wie mittelständische Unternehmen überzeugen

Employer Branding

Großkonzern oder mittelständisches Unternehmen – beide konkurrieren gleichermaßen um die Gunst der Fachkräfte. Doch nach welchen Kriterien wählen Jobsuchende ihren „Employer of Choice“ (engl. für „bevorzugter Arbeitgeber“) aus? Und wie können Mittelständler das Wissen darum für sich nutzen, um das Rennen zu machen?

Kriterien für die Auswahl des Employer of Choice

Man möge nun denken, dass Großkonzerne alleine schon aufgrund ihres Images, oft attraktiven Standortes punkten können. Diese Kriterien sind aber laut einer Studenten-Befragung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC nicht ausschlaggebend.

Als viel wichtiger bewertet werden vor allem spannende Aufgabenbereiche und ein angenehmes Betriebsklima. Gefolgt von Arbeitsplatzsicherheit und vielfältigen Karrierechancen. Gerade an dieser Stelle können mittelständische Unternehmen punkten. Von ihnen erwarten Bewerber laut der Studie in erster Linie ein familiäres Arbeitsumfeld, flache Hierarchien, mehr Freiräume und Verantwortung bei Entscheidungen. Hinsichtlich der Karrierechancen können gerade mittelständische Unternehmen individuell auf den jeweiligen Mitarbeiter zugeschnittene Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Denn hier ist der Mitarbeiter nicht nur einer von vielen.

Beim Thema Gehalt haben allerdings Großkonzerne oft die Nase vorn und können Bewerbern höhere Löhne bieten als kleinere und mittelständische Unternehmen. Darum ist es umso wichtiger, dass mittelständische Unternehmen ihre Vorteile in puncto Work-Life-Balance und individueller Entwicklungsmöglichkeiten gezielt in den Mittelpunkt stellen. Familienfreundliche, flexibel zu gestaltende Arbeitszeiten, Möglichkeiten vom Homeoffice aus zu arbeiten, offene Feedback-Kultur innerhalb des Unternehmens – das alles sind Aspekte, die ein Unternehmen für Bewerber attraktiv erscheinen lassen. Und bei mittelständischen Unternehmen oft leichter umzusetzen sind als bei großen Unternehmen.

Darum lohnt es sich, diese Kriterien bei der Ausschreibung von Stellenangeboten zu betonen. Und ganz konkret am Ausbau der eigenen Arbeitgebermarke zu feilen, um sich gegenüber Großkonzernen wettbewerbsfähig zu positionieren und auch auf lange Sicht die Erfolgsaussichten beim Recruiting zu steigern.

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