Marketing-Anpassungen während der Corona-Pandemie | Bkomm

Flexibel reagieren – Anpassung von Kommunikation und Marketing

Marketing anpassen in der Corona-Zeit

Mitarbeiter in Kurzarbeit, abgesagte Messen und Konferenzen, geänderte Mediennutzung der Kunden – die derzeitige Krisensituation wirkt sich auf Unternehmen auf verschiedenste Art aus. Vor der Krise entwickelte Marketingstrategien passen häufig nicht mehr zur aktuellen Situation Ihrer Geschäftskunden. Wie können Sie Ihre Strategie anpassen? Welche Maßnahmen machen Sinn? Wir haben für Sie acht Möglichkeiten zusammengetragen, aus denen Sie diejenigen auswählen können, die am besten zu Ihrem Unternehmen passen und Ihre Maßnahmen ergänzen.

Möglichkeiten zur Anpassung Ihrer Marketingstrategie

1. Die internen Kommunikationsprozesse stärken: Bleiben Sie weiterhin erster Ansprechpartner für Ihre Mitarbeiter und informieren Sie Ihr Team über den aktuellen Stand, sodass auch diese informiert dem Unternehmensumfeld gegenübertreten können. Durch die häufig schnellen Änderungen der Sachlage ist es wichtig, relevante Inhalten zeitnah von der Rechtsabteilung überprüfen und freigegeben zu lassen, um Ihre Mitarbeiter (und im zweiten Schritt auch Kunden) rechtzeitig über Neuigkeiten zu unterrichten.

2. Aktuelle Informationen auf der Website bereitstellen: Durch die Einschränkung des Soziallebens, erlebt die digitale Welt einen regelrechten Boom. Ausgangspunkt von digitalen Inhalten ist primär die eigene Webseite, passen Sie diese stets der aktuellen Situation an. Gibt es geänderte Lieferzeiten? Wie wird mit dem Thema Hygiene im Unternehmen umgegangen? Werden aktuell andere oder zusätzliche Services und Waren geboten? Wer sind die wichtigsten Ansprechpartner?

3. Persönliche Beratung digitalisieren: Ihr Geschäft lebt davon, dass Sie Ihre Kunden beraten? Bieten Sie diese aktiv in digitaler Form an – ob als Videokonferenz, Webinar oder detailliertes White Paper, z.B. zu einem Referenzkunden. Auch personalisierte Mailings und Podcasts mit relevanten Inhalten können die Beziehungen zu Interessenten und Kunden vertiefen, auch in Zeiten von „social distancing“.

4. Gutscheine für „die Zeit danach“: Sie können Ihre Produkte oder Services in der aktuellen Krise nicht aktiv verkaufen? Dann kann es sich eventuell für Sie auch lohnen, Gutscheine anzubieten. So sichern Sie Ihre Liquidität, können bereits jetzt interessante Leads generieren und steigern die Kundenbindung.

5. Regionale Sichtbarkeit steigern: Ihr Geschäft funktioniert vor allem regional? Dann ist die Sichtbarkeit in der Region jetzt wichtiger denn je. Mittlerweile haben viele Städte angefangen, Online-Listen anzulegen, in denen Unternehmen und deren Dienstleistungen gelistet sind – lassen Sie sich hinzufügen. Hierunter werden auch Kooperationen mit anderen Unternehmen möglich, um weitere potenzielle Kunden zu erreichen und All-in-One-Lösungen zu realisieren. Spätestens jetzt sollten Sie Ihr Google MyBusiness-Profil auf den neuesten Stand bringen und Ihre Kunden hier über geänderte Regelungen informieren. Auch Social Media-Kanäle können genutzt werden, durch abgestimmte Hashtags (#Weareopen oder #Localdealer) schaffen Sie hier eine zusätzliche Reichweite.

6. Bleiben Sie positiv und nutzen Sie Ihre Chancen: Viele Unternehmen frieren derzeit ihre Marketingbudgets ein. Das bedeutet auch: weniger Konkurrenz und mehr Chancen für Sie, erfolgreich und sichtbarer vor dem Kunden aufzutreten. Auch SEO-Maßnahmen auf der Webseite sollten nicht unterbrochen werden, da diese langfristig Früchte tragen.

Fazit: Auch wenn die derzeitige Situation zunächst häufig negative Assoziationen hervorruft, so bieten sich doch einige zum Teil leicht anwendbare Möglichkeiten, die Marketingstrategie flexibel anzupassen. So halten Sie digital den Kundenkontakt aufrecht und schaffen sich auch einen Vorteil für die Zeit „danach“.

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