Ungewöhnliche Bildformate – Bereicherung oder teure Spielerei? | Bkomm

Ungewöhnliche Bildformate – Bereicherung oder teure Spielerei?

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Wie schön muss es als Monopolist sein… niemand erstellt dieselben Produktaufnahmen wie man selbst. Wer es aber wie der Großteil der Unternehmen tagtäglich mit Wettbewerbern zu tun hat, der kommt in vielen Fällen zu folgendem Problem: die Fotos der Produkte und Dienstleistungen sind vergleichbar bis identisch, für den Kunden gibt es kaum eine Unterscheidungsmöglichkeit.

Wollen Sie sich bei ihrer Bildsprache von der Konkurrenz abheben, gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens, am Bildinhalt zu feilen und ganz neue Wege zu finden, Ihre Kernkompetenz visuell darzustellen. Ob humorvoll, besonders edel oder originell – hier sind kaum Grenzen gesetzt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, durch ungewöhnliche Bildformate aufzufallen.

Welche Bildformate die eigene Bildsprache ergänzen können

  • Pano-Format:

Beim Pano-Format wird aus einer Folge einzelner Bilder automatisch ein übergangsloses und hochwertiges Weitwinkel-Panoramabilder erstellt. Diese Technik kommt vor allem in der Reisefotografie zur Abbildung von Landschaften zum Einsatz, eignet sich aber auch sehr gut auf Websites mit voreingestelltem 16:9-Format für Headerbilder sowie hochwertigen Imageprospekten. Die eigenen Produkte und Services einfach mal clean im extremen Querformat abbilden? Kann sehr edel wirken. Beachten Sie allerdings dabei, dass die Bilder auf Smartphones leider nicht funktionieren.

  • 360-Grad-Aufnahmen:

In der Produktfotografie sind die Rundum-Ansichten kaum mehr wegzudenken. Besonders im Fashionbereich lassen sich Schuhe, Taschen und Kleidung so bereits digital von allen Seiten betrachten. Wenn diese Art der Fotografie in Ihrem Markt noch weitgehend ungenutzt ist, könnte dies ein Chance sein, sich vom Wettbewerb abzuheben und dem Kunden einen Mehrwert zu bieten. Allerdings nur, wenn Ihr Produkt auch von allen Seiten interessante An- und Einblicke bietet.

  • 3D-Renderings:

Bei Produktneuentwicklungen sind diese digitalen 3D-Modelle üblich, um zu visualisieren, wie das Produkt später einmal aussehen wird. Doch auch in der Kommunikation mit dem Kunden können diese Bildformate viel leisten – zum Beispiel, wenn ein reales Foto durch 3D-Rendering fortgeführt wird, erklärende Animationen eingesetzt oder Einsatzzwecke schematisch dargestellt werden. Die Erstellung erfordert allerdings einen Fachmann und ist je nach Anforderung kostspielig.

Fazit: Ungewöhnliche Bildformate können einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, Ihre Bildsprache vom Wettbewerb abzugrenzen. Allerdings sollte mehr als ein kurzes Aha-Erlebnis dahinterstecken, um die Betrachter langfristig zu fesseln und von Ihrem Unternehmen zu überzeugen. Erfüllen die Bildformate einen tatsächlichen Mehrwert, haben sie ihre Berechtigung. Ansonsten macht es unserer Erfahrung nach wesentlich mehr Sinn, eine inhaltlich überzeugende und originelle Bildsprache zu entwickeln.

 

Bildnachweis: gst / Shutterstock